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Brödel

Vieles ist geschehen. Wirklich vieles, so vieles, dass ich bei weiten den Überblick verloren habe, was alles geschehen ist.
Immer wieder schwirren mir Fetzen durch den Kopf, aber mir gelingt es nicht, sie zu fassen zu kriegen.
Und jetzt sitz ich hier und versuche mich zu erinnern.
Weil ich das Gefühl habe, etwas los werden zu müssen.

Es ist schwierig etwas von sich zu reden, wenn man nicht weiß, was es ist.
Es verwirrt den Geist und macht träge. Man sollte nicht an etwas zu knabbern haben.
Eigentlich sollte ich an nichts zu knabbern haben.
Ich sollte es einfach von mir werfen und weiter gehen. Das hat die letzten Monate gut geklappt.
Es ist keine Form der Verdrängung, es ist eine Form der Bewältigung. Besser zu sein als alle anderen, nein, besser darin zu sein, besser zu sein als alle anderen.
Sich nichts anmerken lassen, es nicht mal bei sich selber merken.
Tipps geben, an die, die einen um Hilfe beten und weiter machen.
Eigentlich eine Lebensweise, die mir gefällt. Es leicht nehmen, keine Sorgen machen. Wenn es passiert, passiert es, egal wie schlimm es ist, man kann aufstehen, wenn man es erstmal begriffen hat. Wenn man erkannt hat, was man kann, wie viel man aushält.
Aber irgendwas sitzt auf meinem Rücken und drückt. Und egal, wie sehr ich es versuche, ich kann es nicht fassen. Es ist dieser eine Punkt, an den man selber nicht kommt.
Ich weiß zumindest, was es nicht ist.
Es ist keine Schuld.
Es ist eher ein...unzufrieden sein.
Womit?
Die große Auswahl?

Ich dachte immer, ich könnte nicht ohne einen Menschen an meiner Seite auskommen.
Inzwischen kann ich mir aber nicht mal vorstellen, wen an die Seite zu lassen.
Ist das also Druck, der von aussen kommt, wenn jemand etwas fordert, was du nicht geben willst oder kannst?
Nein.
Ich habe gesagt, ich hätte kein Interesse, was so nicht richtig ist.
Aber mir ist der Gedanke uneingeschränkt und nur für mich handeln zu können zu wichtig, als dass ich mich in irgendeiner Form binden will.
Wobei binden das falsche Wort ist. Es ist einschränken.
Ich will mich nicht einschränken.
Eingesperrt zu sein zwischen Moral und Pflichten wäre ein Zustand, den ich nicht erstreben will.

Was dann?
Nicht mein Umfeld.
Mein Freundeskreis ist ideal und abwechslungsreich. Keiner fordert von mir, ich fordere nicht von ihnen.
Man hilft sich aus, wenn jemanden etwas fehlt und alle Seiten profitieren. Ich bin also sozial ausgelastet.
Und familiär kann nicht viel falsch laufen.
Ich habe einen Bruder, eine Schwester, zwei Schwäger und eine Nichte.
Ach ja, und einen weiteren Familienzweig.
Aber bei den erst genannten ist alles gut. Ideal. Warm.
Familiär. In den trümmern meiner Familie, der Wut, der Trauer, dem Verlust haben wir mehr Familie gefunden als zuvor.
Auf der Ebene ist doch alles ok.

Glück?
Ich habe Glück. Nicht ausschließlich und klar, da könnte manches besser sein, aber ich lebe noch. Und das ist doch das mindeste.

Aber irgdenwas ist auf meinem Rücken.
Als würde es mich zwingen wollen links zu gehen statt rechts, wie ich es getan habe (anspielende Anspielung ist anspielend).

Vielleicht kommt es mir bei Gelegenheit zu.
Vielleicht kann ich es bald fassen.
Aber egal, was es ist, ich werde einfach weiter machen.
Denn unterm Strich geht es mir gut und ich bin glücklich.
Und ich muss weiter machen für sie.
Für die, die mich brauchen und an mich glauben.
Und für die, die den Glauben an mich verloren haben.
Um ihnen zu zeigen, dass sie ihn zurecht verloren haben.
Um mir zu zeigen, dass ich ich bin.
Bis zum Ende.
Bis ich wieder wer anders werde.
Und mich dann mit neuen Fragen befasse.

14.11.14 02:41


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