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Habt ihr ne Sekunde (Teil 2)

---Dazu muss man wissen, dass ich mir etwas besorgt habe, was ich mit ihr in Verbindung bringe. Ein Teil einer Reihe. Ich habe mich damit befasst, ich war begeistert und genoss die melancholische Stimmung bis zum Ende. Denn am Ende ist nie alles gut, und nie war es deutlicher als bei diesem Teil. Ich muss auch gestehen, dass es mich sehr traurig gestimmt hat, dass Personen sich zum Wohl eines höheren Ziel aufgegeben haben. Das Muster des „Opfern“ kennt man inzwischen zu genüge, kein Medium kommt mehr damit aus, sei es klassische Literatur oder neumodische Filme.

Trotzdem, es ist quasi, als hätten sich Teile der Leitfigur selbst aufgegeben, Teile, die einen Charakter hatten und formten, ein Anrecht darauf zu existieren.
Und als am Ende das Lied (ebenfalls sehr melancholisch wie ich finde) einsetzte war ich kurzweilig in einem Stadium tiefster Reue und Erinnerung. Erinnerungsfetzen, die etwas in mir bewirkten, was ich seit geraumer Zeit zu umgehen versuche. Aber da kam es in mir hoch.
Das Bild von einem Bett, einem gar nicht mal so hübschen, blauen Teppichboden (der doch sehr unangenehm kratzig war) und von Personen, 4 an der Zahl. Drei auf dem Bett, eine unter. Und der einleitende Teil der Reihe auf dem Fernseher. Warum es gerade das Bild war weiß ich nicht, ich habe mich nie aktiv daran erinnert. Es war Winter, draußen war es dunkel, mache waren früher da, manche später...ist aber auch gar nicht so wichtig. Aber mit diesem Fetzen kam etwas in mir hoch, was ich nicht leiden kann. Trauer. Angenehme Trauer. Wie wenn man sich an etwas erinnert, was einem Leid tut obwohl es eine der starken, guten Erinnerungen war.

Der Grundstein zur Melancholie und Reue und Erinnerung war also schon vor einigen Tagen gelegt.


Wieder zum Teil heute.


Präzise Fragen. Man kennt das, wenn man sich wünscht, dass eine gewisse Frage oder ein Thema nicht angesprochen wird und es genau dann eben doch angesprochen wird.

Um es verhältnismäßig ehrlich zu halten, ich wusste nicht, dass das eine dieser Fragen war, bis sie gestellt wurde.


Die Frage war simpel. Ist es fair, dass ich einen Teil von mir aufgab um jemand „anders“ zu werden?

Und hätte ich das auch getan, wenn ich nicht die Trauer überstehen hätte müssen?


Und das ist der Punkt. Ich habe tatsächlich Teile von mir aufgegeben.


Zeitsprung (Huiiiiiiiiiiiiiiiiiii...)


Meine beste Freundin und ich haben (lästerverfallen wie wir sind) über eine gemeinsame Bekannte gelästert. Long story short fiel dann die Aussage, dass ich nicht wäre wie sie, denn ich brauche was festes, ich bin einer der letzten „Romantiker“, die es gibt, die es ernst meinen, die nicht blind suchen und es sich auch erlauben Angst zu haben enttäuscht zu werden (was davon nun alles positiv ist sei mal dahin gestellt, zudem war das nicht der genaue Wortlaut, aber die Kernaussage ist unverändert wiedergegeben also pffffff).

Backtracking (Huiiiiiiiiiiiiiii...)


Ja, ich habe Teile von mir aufgegeben, zu dem Schluss bin ich inzwischen gekommen. Und das waren Teile, auf die ich Stolz war. Das waren die Teile, wegen der ich mich gerne als „Einer der Guten“ bezeichnet habe. Ich war ein Guter, klar, ich hab nicht alles richtig gemacht. Aber meine Absichten waren immer edel (*Stichwort) und ehrlich.


*Sogar sie sagte in einem der letzten paar Monaten, ich sei immer der edele Prinz gewesen (oder so ähnlich, ich kann die entsprechende Nachricht nicht mehr aufrufen, das packt mein Rechner nicht).


Heute möchte ich nicht mehr als einer der Guten bezeichnet werden. Wahrscheinlich, weil mir schon bewusst war, dass ich die guten Eigenschaften aufgegeben bzw. zum Teil auch „nur“ vergraben habe. Aber war das sinnvoll, wenn das etwas war, worüber ich mich gerne identifizieren lies? Und wer bin ich denn, wenn ich eben solche Eigenschaften nicht bei mir behalten mag? Dann bin ich einer von allen. Niemand mehr, der heraussticht, der etwas besonderes ist, Einheitsbrei, langweilig. Und langweilig ist schlecht. Klar, jeder ändert sich. Und das ist gut, man muss sich ändern, solange man dabei nicht vergisst wer man alles auf dem Weg bis dahin war. Und ich habe eben solche Teile verleugnet.


Also sollte ich vielleicht anfangen manche Teile von damals wieder zu finden und zuzulassen.


Aber auch das hilft nicht dabei eine Antwort auf die Frage zu finden, die mir gestellt wurde.

Vielleicht sollte ich die Antwort aber auch gar nicht kennen und mir nicht den Kopf so sehr darüber zerbrechen.

Und unabhängig jeder möglichen Antwort hat sich in den letzten zwei, drei Wochen schon viel geändert. Vielleicht macht es da nicht mal Sinn eine Antwort zu finden, weder für sich, noch für die Weltgeschichte oder das Universum.


Verzwickte Lage, wenn selbst die Frage eine Frage aufwirft, hm?

14.6.14 02:57
 
Letzte Einträge: Ich schlafe mit der Sonne. , We're all just stories in the end. Just make this a good one, eh?!, Im Herbst, Brödel, 730/2 days


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