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Ich schlafe mit der Sonne.

Es gab einmal eine Zeit, in der ich verdammt gut schlafen konnte.
Also nicht nur gut im Sinne von „Erholsam“, sondern gut im Sinne von „Den ganzen fucking Tag“.

Bedauerlicherweise ist diese Zeit vorbei, und das schon seit langem.

Früher war es einfach. Ins Bett legen, Augen zu, peng!

Nein...das ist so nicht ganz wahr.
Aber wie war es dann.


Naja...ganz früher, da konnt ich gut genug schlafen. Es gab Tage, da ging es besser und Tage, da ging es schlechter. Als ich noch ein Kind war (die Grundschulzeit) habe ich Nachts oft Albträume gehabt. Mal die klassischen, mal eher extravagante.

In der Realschulzeit wurde ich gelegentlich etwas „sensibler“, was die Geräusche der Nacht angingen. Natürlich, es gab Nächte, da schlief ich einfach ein (und das war auch überwiegend der Fall). Aber es gab auch Nächte, in denen ich alles gehört habe, was geknackt oder geknatscht hat. Zu der Zeit wurde ich schon verrückt, wenn ich mal bis 1Uhr Nachts wach lag. Und wenn es mal 2 Uhr wurde, ich war mir sicher, irgendeine höhere Macht wollte mich bestrafen.

Dann kamen die vielen Jahre, in denen ich immer besser schlief. Es war jemand da.
Heute weiß ich, dass es jede hätte sei können (was das schlafen anging, es ist mir heute schon genug, wenn nur irgendwer da liegt, und wenn es nur meine Katze war, die ich viel zu schnell wieder abgeben musste, die nun aber in guten Händen ist. Pauschal war es nicht egal, WER da lag, es musste schon die sein, die es damals war.)

Diese Zeit ist inzwischen auch vorbei. Nein, heute liege ich wieder alleine in meinem Bett, dass vor Ungemütlichkeit nur so strotzt.


Nein wirklich. Ich hab die Schlafposition geändert, die Schlafrichtung, die Matratze ausgetauscht, die Decke als Kissen genommen (ich habe zwei Decken) ohne Kissen geschlafen, mit Vorhängen zu, Vorhängen offen und und und. Klappt alles nicht. Ich bin müde, meine Augen sind schwer, aber ich komme nicht zum schlafen.


Klar, es gibt da ein paar Gründe, die da mit reinspielen (Stichwort: Schlafparalyse und Stimmen im Kopf), aber trotzdem...man sollte doch zumindest irgendwann zu Ruhe kommen. Bei mit ist dieses „Irgendwann“ inzwischen bei 8 – 9 Uhr am Morgen.
Manchmal schlafe ich dann aus. Dann wache ich gegen 19 Uhr wieder auf, fühle mich schlecht, geschlaucht etc.
Aber manchmal zwinge ich mich dann auch gegen 14 Uhr aus dem Bett.
Auch dann ist der Tag schon gelaufen. Ich war nie ein wirklicher Morgenmuffel, aber...doch, bin ich.


„Aber Autor, wieso nimmst du nicht einfach Mittel, die dir beim einschlafen helfen, angefangen bei Baldrian!“

Antwort: Weil der Shit nicht hilft!

Nein wirklich, klappt nicht!
Ist bei mir wie mit „Nen Filmriss kriegen!“
Es passiert einfach nicht, selbst wenn ich mich komplett aus dem Leben schieße erinnere ich mich am nächsten Tag noch an alles, weil ich selbst wenn ich betrunken bin mir selbst sage: Konzentrier dich, erinnere dich hier dran, gib dir nicht die Blöße eines Filmrisses!


Aber ich schweife etwas ab.

Ich habe in der Nacht Unterhaltung genug. Momentan hab ich mit einem (mir im Prinzip komplett Fremden) ein kleines „Podcast-Gaming-Magazin-LiveStream-Experiment“ am Laufen. Planung, Vorbereitung, einspielen, schneiden, dass alles läuft. Und es beschäftigt auch bis knapp 4 Uhr in der Nacht. Aber danach? Serien, Spiele, Essen, selten noch nen Chat oder ne Seelsorge bei anderen (fremden) Bekannten, ein wenig an der Elektronik spielen, in Netz surfen....und dann ins Bett legen. Wenn ich das nicht schon tue. Und dann wieder? An die Decke starren, mich drehen, mich wälzen, nicht zur Ruhe kommen, fluchen, mich wieder drehen, die Vögel verfluchen, die Autos verfluchen, die Sonne verfluchen, weil sie aufgeht, die Fahrradfahrer verfluchen. Drehen, Decke über den Kopf, Decke unter den Kopf...ihr wisst, was ich meine.



Es kommt einfach keine Ruhe ein. In mir. In meinem Kopf. In meinen Gedanken.
Und wer bin ich, dass ich mich darüber beschwere? Würd ich ja nicht, wenn das nicht schon seit knapp 10 Monaten so wäre. Und allmählich geht’s auf die Nerven (im wahrsten Sinne des Wortes). Es nagt an mir. Ich komme nach Hause, mache die Schlafzimmertür zu und denke mir „Der Raum ist doch mal richtig scheiße!“ Aber woanders schläfts sich auch nicht gut.

Egal was ich tue.


Und was nun?
Ich weiß es nicht.
Manchmal hilft es mir, Probleme aufzuschreiben und während ich das dann so mitlese komme ich auf die Lösung und beginne vielleicht, etwas zu ändern. Aber nicht hierbei.
Es ist fast 7 Uhr, draußen sind die Vögel am zwitschern, der Regen prasselt, die Feuerwehrwagen fahren hier und da mal los. Und ich drehe und wälze mich bis ich dann doch mal schlafe.

Man kann tatsächlich inzwischen sagen, dass ich mit der Sonne schlafe.

29.6.14 06:52
 
Letzte Einträge: Habt ihr ne Sekunde (Teil 2), We're all just stories in the end. Just make this a good one, eh?!, Im Herbst, Brödel, 730/2 days


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